vom Mittelalterhandwerk zum Fabrikarbeiter

Ursprung des Berufes

Der Beruf des Buchbinders hat seinen Ursprung zwischen den späten 15.Jahrhundert und den frühen 1600er Jahren. Ein Handwerk das als „Nebenerwerb“ begann, wurde doch sehr schnell gefragt. So musste schon Ende des 17 Jahrhunderts jeder Buchbinder einer Zunft bei gehören musste um den Beruf ausführen zu dürfen. Im laufe der Jahrhunderte entwickelten Bastler jedoch etliche Neuerungen die die Buchbinderei vereinfachten und damit auch billiger machten. Die Zünfte jedoch, hielten am altmodischen Handwerk fest und ließen keine Neuerungen zu. Erst Ende des 18.Jahrhunderts war der äußerliche Druck so groß das sich auch die Zünfte dem beugen mussten da die Buchbinderei nun vielerorts in die Gewerbefreiheit überging. Das war dann die Geburtsstunde der Handwerksinnung, denn durch die plötzlich auftretende Konkurrenz waren die gut ausgebildeten Buchbinder nun gezwungen sich neu aufzustellen und zu organisieren.

Vom Handwerksprodukt zum Fabrikprodukt

Nun ging die Industrialisierung sehr schnell, durch die modernen Maschinen wurde es nun immer wichtiger, als den kompletten Arbeitsablauf zu kennen, ist nun sich auf einzelne Fertigungsschritte zu spezialisieren.Mittlerweile kommen die meisten Bücher jedoch direkt gebunden vom Verlag in den Verkauf so das die vereinzelt kleinen Buchbindereien die es noch gibt fast nur noch von Universitäten oder privaten Hochschulen am leben bleiben können.