Ted-Systeme machen Meinung

Das große Ted System der Fernsehsender kennt nahezu jeder: bei ausgewählten Testpersonen, die den Durchschnitt der Bevölkerung bilden sollen, wird via Datenleitungen ermittelt, welche Sendungen sie schauen. Danach werden dann die Einschaltquoten berechnet und die Sender können ihre Werbespots entsprechend bepreisen bzw. für die nächste Sendung einwerben.

Ted-Systeme gibt es aber auch für kleinere Abstimmungsrunden etwa wie sie bei Konferenzen oder Versammlungen hilfreich sein können um ein (anonymes) Meinungsbild zu einem bestimmten Thema zu bekommen. Die Teilnehmer können dabei in der Regel – genauso wie in Parlamenten – zwischen Ja, Nein und Enthaltung entscheiden und geheim abstimmen. Moderne Systeme können bis zu mehrere tausend Keypads, die mit Akkus betrieben werden, gleichzeitig auswerten.

Unternehmensvorstände oder Versammlungsleitungen bekommen damit ein “ungeschminktes” Feedback zu einem Thema, wo dringend eine Entscheidung fallen muss. Beispielsweise bei einem Unternehmen, ob es einen kleineren Mitbewerber “schlucken” soll oder nicht. Ted-Systeme sind einfach zu handhaben und liefern schnell und fehlerfrei ein Meinungsbild – Verzählen ist nicht möglich. Gekoppelt mit entsprechender Software kann auch sogleich eine Zahlen- oder Diagramm-Grafik über einen Beamer auf einer Leinwand erscheinen, die allen Teilnehmern sofort das Ergebnis auf anschaulicher Weise bekannt gibt. Mitarbeiter identifizieren sich so mit demokratisch getroffenen Entscheidungen eher als wenn es ihnen von “oben” diktiert wird, die Anwendung eines Ted-Systems fördert daher auch die Mitarbeiterzufriedenheit.