Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Ziel des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes ist es, gemäß § 1 AGG, sämtliche Übervorteilungen, die aus der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rasse oder ethnischen Gruppe, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität, zu verhindern oder bei bereits bestehenden Benachteiligungen zu beseitigen.

Geschichte des AGG
Am 14. August 2006 wurde das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) im Bundesgesetzblatt I S. 1897 veröffentlicht und trat nach der Verabschiedung durch den Bundestag am 18.98.2006 in Kraft. Das auch als Antidiskriminierungsgesetz bezeichnete Gesetz schützt die im Gesetz genannten Personen gegen ungerechte Behandlungen durch Privatpersonen und Arbeitgeber.

Struktur des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz
Der allgemeine Teil beschreibt in den §§ 1 – 5 den geschützten Personenkreis, die Anwendungsbereiche und definiert den Begriff der Benachteiligung, der (sexuellen) Belästigung und der Anstiftung zur Benachteiligung.
In den §§ 6 – 18 wird der Schutz von Arbeitnehmern und Auszubildenden im arbeitsrechtlichen Bereich innerhalb der Privatwirtschaft beschrieben. Öffentlich-rechtliche Dienstverhältnisse werden im § 24 des AGG erfasst.
Die §§ 19 – 21 geben Auskunft über mögliche Ansprüche bei Benachteiligungen im Zivilrechtsverkehr.
Hervorzuheben ist der § 25 AGG, der die Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle des Bundes bestimmt, die jedoch gemäß den folgenden Paragraphen ohne eigentliche Befugnisse ist und lediglich vermitteln und informieren soll.